Heizungsoptimierungen

Den tatsächlichen Anlagenbetrieb analysieren und verbessern

Auch technisch funktionsfähige Heizungsanlagen arbeiten im kommunalen Gebäudebestand häufig nicht optimal. Unpassende Betriebszeiten, ungünstige Regelparameter oder zu hohe Temperaturniveaus können zu unnötigen Energieverbräuchen führen.

KEM.solutions analysiert deshalb den tatsächlichen Anlagenbetrieb über einen definierten Messzeitraum. Dabei werden Heizzeiten, witterungsabhängige Regelparameter, Absenkbetrieb, Systemtemperaturen und Raumtemperaturen mit der tatsächlichen Gebäudenutzung abgeglichen.

So wird sichtbar, wo die Heizungsregelung bereits plausibel arbeitet und wo konkrete Optimierungspotenziale bestehen.

Heizungsoptimierung ist mehr als Heizkurvenoptimierung.
Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Heizgrenze, ECO-/Außenhaltgrenze, Heizkurve, Betriebszeiten, Absenkstrategie und tatsächlichem Temperaturverhalten des Gebäudes.

 

Was wir untersuchen:

Witterungsabhängige Regelparameter
Wir bewerten insbesondere Heizgrenze, ECO-/Außenhaltgrenze und die witterungsgeführte Heizkurve. Entscheidend ist, ob die Anlage bei den jeweiligen Außentemperaturen bedarfsgerecht freigegeben, abgesenkt oder abgeschaltet wird und ob das bereitgestellte Temperaturniveau zum tatsächlichen Wärmebedarf passt.

Heizprofil und Zeitprogramm
Wir prüfen, ob Heizbeginn, Heizende und Wochenprogramme zur tatsächlichen Nutzung des Gebäudes passen.

Absenkbetrieb und Nachtabsenkung
Wir untersuchen, ob das Temperaturniveau außerhalb der Nutzung tatsächlich ausreichend abgesenkt wird oder unnötig hohe Raum- und Systemtemperaturen bestehen.

Raumtemperaturen und Sollwerterreichung
Wir bewerten, ob die erforderlichen Raumtemperaturen während der Nutzung sicher erreicht werden und welche Temperaturreserven außerhalb der Nutzung bestehen.

Systemtemperaturen und Regelverhalten
Vorlauf, Rücklauf, Spreizung und Regelverhalten werden im Zusammenhang mit Außentemperatur, Nutzung und Heizkreisanforderung bewertet.

Wärmeerzeuger und Versorgungswirkung
Soweit relevant prüfen wir, ob der Wärmeerzeuger die angeschlossenen Heizkreise bedarfsgerecht versorgt und ob Auffälligkeiten eher auf Erzeuger-, Heizkreis-, Hydraulik- oder Raumseite zurückzuführen sind.

 

So gehen wir vor:

1. Vor-Ort-Begehung und Messaufbau
Aufnahme der relevanten Regelungseinstellungen, Heizkreise und Betriebsparameter sowie Installation der erforderlichen Messtechnik.

2. Messphase
Aufzeichnung der relevanten Anlagen- und Raumtemperaturen über einen zusammenhängenden Zeitraum.

3. Datenanalyse und Plausibilisierung
Prüfung der Messdaten auf Vollständigkeit, Plausibilität und Zuordnung sowie Abgleich mit tatsächlichen Nutzungszeiten und vorhandenen Regelparametern.

4. Fachliche Bewertung
Bewertung der einzelnen Anlagenbereiche anhand definierter Prüfparameter.

5. Konkrete Einstellmaßnahmen
Ableitung nachvollziehbarer Empfehlungen für Betriebszeiten, Heizkurven, Absenkniveaus, Heizgrenzen und weitere Regelparameter.

6. Ergebnisbesprechung mit der Verwaltung
Vorstellung und fachliche Einordnung der Ergebnisse, Abstimmung der empfohlenen Maßnahmen sowie Klärung des weiteren Vorgehens.

7. Einweisung vor Ort / optionales Hausmeistercoaching
Die empfohlenen Einstellmaßnahmen werden mit dem zuständigen Hausmeister beziehungsweise Gebäudeverantwortlichen direkt an der vorhandenen Anlage erläutert. Bei Bedarf kann dies zu einem individuellen Hausmeistercoaching vertieft werden.

8. Eigenständige Umsetzung durch die Kommune
Die Anpassung der Regelparameter erfolgt anschließend grundsätzlich durch die Kommune beziehungsweise das zuständige Betriebspersonal. Die Maßnahmen sollten schrittweise umgesetzt und anhand des Raumtemperatur- und Anlagenverhaltens überprüft werden.

 

Was Sie am Ende erhalten:

Messdatenbasierte Anlagenbewertung
Nachvollziehbare Auswertung der betrachteten Heizkreise und – soweit erforderlich – des Wärmeerzeugers.

Klare Bewertung der Regelparameter
Einordnung der wesentlichen Einstellungen und Betriebszustände mit transparenter Kennzeichnung von unauffälligen, prüfenswerten und auffälligen Bereichen.

Konkrete Maßnahmenempfehlungen
Objektbezogene Vorschläge zur Anpassung von Heizzeiten, Sollwerten, Heizkurven, Absenkparametern, Heizgrenzen und weiteren Regelgrößen.

Dokumentation der Ausgangseinstellungen
Strukturierte Erfassung der vorhandenen Regelparameter und Zeitprogramme als Grundlage für spätere Anpassungen und Nachkontrollen.

Grundlage für die weitere Betriebsoptimierung
Die Ergebnisse werden so aufbereitet, dass Verwaltung und Gebäudeverantwortliche die empfohlenen Maßnahmen nachvollziehen und anschließend eigenständig weiterbearbeiten können.

 

Ihr Nutzen:

Witterungsabhängige Regelung gezielt optimieren
Heizgrenze, ECO-/Außenhaltgrenze und Heizkurve werden anhand des tatsächlichen Temperaturverhaltens bewertet. So wird sichtbar, ob die Anlage bei bestimmten Außentemperaturen unnötig früh oder lange heizt oder ein zu hohes Temperaturniveau bereitstellt.

Unnötigen Heizbetrieb außerhalb der Nutzung reduzieren
Betriebszeiten, Absenkstrategie und Nachtbetrieb werden darauf geprüft, ob außerhalb der tatsächlichen Nutzung vermeidbare Heizzeiten oder Temperaturreserven bestehen.

Systemtemperaturen bedarfsgerecht einstellen
Vorlauf- und Rücklauftemperaturen werden nicht isoliert betrachtet, sondern im Zusammenhang mit Außentemperatur, Raumtemperaturen und tatsächlichem Wärmebedarf bewertet.

Komfort während der Nutzung sicherstellen
Optimierungsvorschläge werden immer gegen die tatsächliche Raumtemperatur geprüft. Ziel ist ein energieeffizienter Betrieb, ohne die erforderlichen Raumtemperaturen während der Nutzung zu beeinträchtigen.

Regelung und Betriebsweise transparent machen
Einstellungen, Messdaten und Optimierungsansätze werden nachvollziehbar dokumentiert und schaffen eine belastbare Grundlage für die weitere Betriebsführung.

Gebäudeverantwortliche befähigen
Die Ergebnisse werden so erläutert und übergeben, dass die zuständigen Mitarbeitenden die empfohlenen Anpassungen anschließend eigenständig umsetzen und weiterentwickeln können.

 

Bedarfsgerecht statt maximal abgesenkt

Ziel ist nicht, einzelne Regelparameter möglichst weit zu reduzieren. Entscheidend ist ein stabiler und bedarfsgerechter Anlagenbetrieb – mit angepassten Betriebszeiten, möglichst niedrigen Systemtemperaturen und sicherer Raumtemperatur während der tatsächlichen Nutzung.

Änderungen sollten schrittweise umgesetzt und anhand des Anlagen- und Raumtemperaturverhaltens überprüft werden.

 

Von der Analyse in die praktische Betriebsführung

Die Ergebnisse der Heizungsoptimierung werden zunächst mit der Verwaltung besprochen und die empfohlenen Maßnahmen fachlich eingeordnet.

Anschließend erläutern wir die relevanten Einstellungen und Optimierungsansätze direkt an der Heizungsanlage gemeinsam mit dem zuständigen Hausmeister beziehungsweise Gebäudeverantwortlichen.

Ziel ist es, die Mitarbeitenden in die Lage zu versetzen, die empfohlenen Anpassungen eigenständig umzusetzen und deren Wirkung im laufenden Betrieb zu beobachten.

Optional kann die Einweisung zu einem individuellen Hausmeistercoaching vertieft werden. Dabei werden Regelung, Betriebsweise und objektspezifische Optimierungsmöglichkeiten unmittelbar an der eigenen Anlage vermittelt.

Auf Wunsch kann KEM.solutions die Kommune darüber hinaus auch bei der weiteren Umsetzung und Feinoptimierung begleiten.

Erfahrungsbericht

Manja Brüning

Energiemanagerin Stadt Lingen (Ems)

„Wir versuchen, das Einsparpotenzial unserer Heizungsanlagen möglichst auszuschöpfen. Die Analyse von KEM.solutions hilft uns dabei, relevante Parameter im Anlagenbetrieb gezielt zu optimieren. Besonders hilfreich sind aus meiner Sicht die strukturiert aufbereiteten Analyseergebnisse sowie die verständliche Einweisung des Betriebspersonals.“

Heizungsanlage gezielt optimieren

Sie möchten den tatsächlichen Betrieb Ihrer Heizungsanlage analysieren und konkrete Optimierungspotenziale identifizieren?

In einem unverbindlichen Erstgespräch klären wir, welche Anlagenbereiche betrachtet werden sollten und welcher Mess- und Untersuchungsumfang für Ihr Gebäude sinnvoll ist.

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